Gemütlicher Wohnbereich mit türkisblauem Sofa, abstrakten Wandbildern und warmem Sonnenlicht

Persönlich wohnen: Weniger Pinterest, mehr von dir

Was macht einen Raum lebendig? In diesem persönlichen Beitrag geht es um das, was über schöne Möbel und perfekte Wohnbilder hinausgeht. Und das bist DU, deine Persönlichkeit, deine eigene Energie und das, was du täglich in dein Zuhause einbringst. Ich teile Beobachtungen und Gedanken aus meiner Arbeit mit Wohnpsychologie und Wohnbedürfnisanalysen – und lade dich ein, darüber nachzudenken, wie viel von dir selbst in deinen Räumen steckt.

Dabei habe ich mir die Frage gestellt:

Was fehlt, wenn ein Raum perfekt aussieht und trotzdem nichts in dir auslöst?

Oder andersrum: Warum fühlt man sich in einem Raum „sauwohl“, obwohl er nicht dem aktuellen Bild von Wohnräumen unserer Zeit entspricht, er aber etwas in dir auslöst.

Was ist dieses „Etwas“?

Seit 30 Jahren erforsche ich „das Thema Wohnen“ und bereits als Kind habe ich Dinge in Räumen erspürt, die ich heute als Energien beschreiben würde.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wenn alles schön ist, aber die Seele fehlt.
  2. Warum kann ein perfekt gestalteter Ort trotzdem leer wirken?
  3. Wie viel von uns selbst steckt in unseren Räumen?
  4. Warum ich zuerst beim Menschen und erst dann beim Raum hinschaue.
  5. Persönlich wohnen beginnt nicht mit einem Einrichtungsstil.
  6. Welche Energie bringst du jeden Tag mit nach Hause?
  7. Stimmig statt perfekt.

1. Wenn alles schön ist, aber die Seele fehlt.

Was ist dieses „Etwas“, das in uns ausgelöst wird, wenn wir einen Raum betreten und sofort tief durchatmen und uns wohlfühlen?

Ein Beispiel: ich habe eine alte Holzvitrine in meinem Büro, da kugeln kunterbunt Bücher herum, Edelsteine, Kerzen und kleine, liebevolle Geschenke. Mein Herz geht jedes Mal auf, wenn ich da hinsehe, weil ich Holz liebe und das, was diese Gegenstände in mir auslösen.

Gestaltung alleine macht eben noch kein Gefühl.

Es sind vielmehr die vielen Assoziationen, die wir mit persönlichen Gegenständen verbinden. Es ist aber auch die Ausstrahlung und die Energie, die sich dort angesammelt haben.

Tagtäglich lädst du mit deinem Energiefeld deine Räume auf und je nachdem was du hineingibst, wird der Raum auch wieder zurückgeben.

Frau in einem olivgrünen Kleid hält ein großes getrocknetes Palmblatt vor ihr Gesicht.

2. Warum kann ein perfekt gestalteter Ort trotzdem leer wirken?

Auf meiner Walking Runde im Leitha Gebirge komme ich regelmäßig bei einem Haus vorbei, das mir genau das spiegelt, was ich sagen möchte.

Ein moderner, ein wenig in die Jahre gekommener kubischer Schachtelbau. Man sieht – vor allem am Garten – dass hier von professionellen Landschaftsgärtnern ein mediterraner Garten angelegt wurde – mit Natursteinwänden und Tonamphoren, Oleander und Olivenbäumen.

Und obwohl dieser Garten perfekt gestaltet wurde, spüre ich hier keine Wärme, keine Liebe für Details. Auf mich wirkt alles leer und traurig – ohne Lebendigkeit und Freude.

Dieser Ort berührt mich nicht in meinem Inneren.

3. Wie viel von uns selbst steckt in unseren Räumen?

Ich war schon in unzähligen Häusern und Wohnungen in meinem Leben, sowohl beruflich als auch privat und eine Sache ist mir immer wieder aufgefallen:

Ja, man kann wunderschön gestalten und das hat auch eine sehr große Wirkung,

aber was dazu kommt, das bist du selbst:

deine eigene Energie – das ist ein riesengroßer Teil deines Zuhauses.

Man sieht ihn nicht, aber er erfüllt alles oder eben nichts.

Welche Gedanken trägst du in dir?

Bist du mit dir selbst im Reinen?

Wie verbunden bist du mit deiner Seele?

Wie gehst du mit deinen Mitmenschen um? So, wie auch du möchtest, dass man mit dir umgeht?

All das bildet ein großes Energiefeld und es ist stärker als Materie.

Es ist stärker als Designermöbel und Deko.

Damit will ich nicht sagen, dass wir unsere Räume nicht mehr gestalten sollen, sondern damit möchte ich sagen, dass unser Zuhause aus mehr als aus Materie besteht.

Und wenn wir uns darüber bewusst sind, dann entstehen ganz andere Felder. Felder, die auf allen Ebenen leuchten und strahlen können, durchdrungen von purer Lebensfreude. Denn das ist es, was wir uns wünschen.

Ich habe selbst erlebt, wie sehr Räume mich getragen haben – durch mein Leben – nicht durch Perfektion, sondern durch ihre Qualität – durch Ruhe – Schutz – und ein Gefühl der Umarmung.

In meinem Blogartikel RAUM-HEILUNG schreibe ich darüber, wie deine Räume Heilungsprozesse unterstützen und warum unser Zuhause heute mehr denn je ein Ort der Regeneration sein darf.

RAUM-HEILUNG – wie deine Räume Heilungsprozesse unterstützen

4. Warum ich zuerst beim Menschen und erst dann beim Raum hinschaue.

In meiner Arbeit mit Wohnpsychologie und Wohnbedürfnisanalysen gehe ich dem nach, was einen Menschen ausmacht und was er in seinem Zuhause braucht. Dabei fließt vieles zusammen: Antworten aus Fragebögen, persönliche Beschreibungen, innere Bilder, die in Entspannungsreisen entstehen können, und die Zwischentöne, die ich im Gespräch wahrnehme. Auch mein empathisches Empfinden gehört dazu.

Ich betrachte all das im Zusammenhang – individuell für den Menschen, den ich begleite.

Somit geht es hier um einen Prozess, wo man nicht ein schönes KI-Bild nachbaut, sondern sich auf einer tieferen Ebene mit sich selbst auseinandersetzt.

Dazu gehört auch unsere Geschichte und unser Leben. Ein Musiker wird seine Liebe zur Musik vielleicht auf ganz andere Weise in seine Räume einbringen als jemand, der gerne liest, kocht oder sich mit der Natur beschäftigt.

Unsere Leidenschaften, Gewohnheiten und all das, was uns im Leben begleitet, dürfen auch in unserem Zuhause ihren Platz finden.

Der eine braucht einen Ort, an dem er kreativ sein und sich entfalten kann, der andere sehnt sich nach Ruhe und Rückzug. Und wieder ein anderer liebt es, Menschen um sich zu haben und sein Zuhause mit Leben zu füllen.

Auch Erinnerungen, Erlebnisse und Dinge, mit denen wir uns verbunden fühlen, gehören dazu. Sie erzählen etwas über uns und machen unsere Räume persönlich.

Es geht also nicht darum, welcher Einrichtungsstil zu dir passt, sondern darum, wie du lebst, was dich berührt und was dir guttut.

Erst wenn ich das verstanden habe, beginne ich, diese Erkenntnisse in Räume zu übersetzen.

Das beginnt schon bei der Grundrissplanung. Wie sind die Räume zueinander angeordnet? Wo brauchen wir Rückzug und wo wünschen wir uns Begegnung? Welche Blickbeziehungen, Wege und Raumproportionen unterstützen unser tägliches Leben?

All diese Entscheidungen beeinflussen, wie wir uns später in unserem Zuhause fühlen. Deshalb geht es für mich bei der Planung nicht nur darum, Räume funktional und schön zu gestalten, sondern ein Zuhause zu schaffen, das zu den Menschen und ihrem Leben passt.

DI Christine Braun, Innenarchitektin und Expertin für Wohnpsychologie, sitzt auf einem hellen Sofa.

5. Persönlich wohnen beginnt nicht mit einem Einrichtungsstil.

Am Anfang und am Ende steht immer ein Gefühl,

wenn wir unser Zuhause neugestalten.

Das ist eigentlich die Kunst, das gewünschte Gefühl in Materie zu verwandeln.

Gestalterisch arbeite ich selbst gerne mit Naturmaterialien und Naturelementen, mit einer sanften Lichtführung – hell, warm, schlicht und mit ein paar Farbklecksen.

Der Hintergrund, die Energie, die ich da hineinlege, ist aber durchdrungen von Freude und einer positiven Kraft für das zukünftige Leben der Bewohner. Diese Energie kann sich gestalterisch natürlich unterschiedlich zeigen. In der Praxis ist es aber oft so, dass genau die Menschen, die auch Naturmaterialien wie Holz und Stein bzw. helle und warme Räume lieben, auch zu mir kommen.

Ein Zuhause, das gut tut, entsteht selten zufällig.

Wenn du dein Zuhause ganzheitlich betrachten möchtest, findest du in meinem kostenlosen Leitfaden

„Vom Grundriss zum Refugium“ sieben Ebenen, die dir helfen können, aus deinem Zuhause einen Ort zu machen, an dem du wirklich ankommst.

→ Kostenlos herunterladen!

Frau betrachtet auf einem Tablet den kostenlosen Leitfaden „Vom Grundriss zum Refugium“ mit einer Grundrissdarstellung.

6. Welche Energie bringst du jeden Tag mit nach Hause?

Mein Tipp: Achte beim Umbauen, Neu bauen, renovieren und Gestalten nicht nur auf die Optik, sondern auch auf das Wichtigste in deinem Zuhause: Auf DICH Selbst!!! – deine Energie und das, was du täglich ausstrahlst. Sei achtsam mit dir selbst und deinen Gedanken.

Dazu gehört auch der Umgang mit Menschen während der Umbauphase. Auch das spielt in die Energie der zukünftigen Räume mit hinein.

Denn unser Zuhause ist kein Ort, der unabhängig von uns existiert. Wir bringen jeden Tag unsere Gedanken, unsere Gefühle und unsere Erlebnisse mit hinein. Und genauso, wie unsere Räume auf uns wirken, wirken auch wir auf unsere Räume.

7. Stimmig statt perfekt.

Wenn du das, was dich besonders macht, in deine Räume bringst, dann baust du dir ein Energiefeld, das wie ein größerer Körper von dir ist und genau zu dir passt.

Am Ende kann man das alles nicht voneinander trennen – Energie und Materie sind eins.

Du selbst bist das Zentrum, du erschaffst dir deine eigene Welt!

Lass es dir gut gehen! Bleib frei und gelassen!
Deine Christine

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ich bin Christine.

Ich gestalte Ruhe-Inseln in einer Welt, die oft zu laut ist – Innenräume, die dich auffangen und stärken.

„Wir alle wohnen, aber wirklich daheim anzukommen beschreibt ein tiefes Gefühl unserer Seele.“

DI Christine Braun

Diplom Ingenieurin Architektur

Expertin für Wohnpsychologie

Erholung zuhause

Dein zuhause ist der Ort, wo du dich fallen lassen kannst. Ich plane und gestalte erholsame Innenräume.

So wird aus deinen Räumen ein Refugium.

Starte ganz entspannt in dein Wohnprojekt und hol dir das Workbook mit meiner 11 Schritte Methode. Die Leseprobe zeigt dir den genauen Ablauf der Planung zu deinem Wohlfühl-Zuhause.

Freebie Workbook

Du erhältst kostenlos meine Wohntipps, Infos und hilfreiche Angebote. Du kannst dich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Details findest du in der Datenschutzerklärung.